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"Im Zeitalter der Globalisierung können wir uns die sozialen Errungenschaften nicht mehr leisten...!"
(Text von Manfred Julius Müller)
"Mehrheit erkennt Sozialreformen als notwendig"
Viele Leitartikler triumphierten, als im Sommer 2003 ca. 60 % der Bundesbürger die Notwendigkeit der Hartz-IV-Reformen "erkannt" hatten. Doch die Umfragen waren lediglich ein Spiegelbild der öffentlichen Propaganda. Wenn die Medien zu 90 % die Notwendigkeit der Sozialreformen beschwören, wenn sowohl Regierung als auch die Opposition tagtäglich ins gleiche Horn blasen, dann schlägt sich das auch im Meinungsbild nieder. Mit Erkenntnis hat dies alles wenig zu schaffen, die wenigsten Befragten haben sich selbst mit der Aufarbeitung des komplexen Themas befasst.
Leider muss man davon ausgehen, dass auch die Hartz-IV-Reformen genau wie alle vorangegangenen Experimente unsere Probleme nicht lösen. Fakt ist: Eine Arbeitsstunde in der Industrie kostet in Deutschland 27,- Euro. Selbst einmal angenommen, die Sozialreformen wären erfolgreich, würde der Kostensatz bestenfalls auf 26,- Euro sinken. In vielen Billiglohnländern bekommen Investoren tüchtige Fachkräfte aber bereits ab 3,- Euro. Diese krassen Unterschiede, hervorgerufen durch den überstürzten Zollabbau (= Globalisierung), sind für eine offene Volkswirtschaft absolut tödlich. Mit den lächerlichen Einsparungen bei den Sozialleistungen kann man solche Probleme nicht lösen - man müsste vielmehr die Konditionen für den unfairen Welthandel neu bestimmen, zum Beispiel Importe nicht länger fördern und hiesigen Produzenten wieder eine reelle Chance geben (Einfuhren belastet der Staat meistens nur mit 7 oder 16 %, einheimische Waren aber verteuert er über ein kompliziertes Abgaben- und Besteuerungssystem um ca. 100 %).
"Aber wir sind doch Exportweltmeister..."
Die extremen Differenzen bei den Lohnkosten werden in der Öffentlichkeit verniedlicht und mit fadenscheinigen Erfolgsmeldungen kleingeredet. Immer wieder wird auf unseren Titel als Exportweltmeister verwiesen. Damit soll unterstrichen werden, dass wir einerseits dank unserer überragenden Produktivität und Technologie die Lohnkostenunterschiede locker wegstecken und andererseits von der Globalisierung und der EU besonders profitieren. Doch die uns aufgetischten Zahlen stimmen nicht, unsere Exportüberschüsse sind getürkt - also bricht auch die von ihr abgeleitete Logik in sich zusammen.
Wir befinden uns in einem Umfeld voller Täuschungsmanöver! Uns wird eine Überlegenheit vorgaukelt, die es längst nicht mehr gibt und uns in die Irre führt. So wird uns zum Beispiel penetrant eingeredet, der Staat müsste lediglich mehr Geld in die Forschung und Bildung stecken, um den technologischen Fortschritt gegenüber der Weltkonkurrenz zu vergrößern und unsere hohen Lohn- und Sozialkosten zu rechtfertigen. Aber auch diese Hoffnung erweckende Beruhigungspille wird sich eines Tages als wirkungslos entlarven. Wir sind keine Übermenschen, das sollten wir doch allmählich begriffen haben. Wenn in China, Indien, Polen oder wo auch immer die Forschung und Produktentwicklung nur ein Bruchteil kosten wie in Deutschland, können wir nicht im Ernst annehmen, die Aufholjagd der Schwellenländer unterbrechen und umzukehren zu können.
Wir, und damit meine ich vor allem die Politik und die Medien, müssen endlich aufhören, uns in eine Schweinwelt zu flüchten. Wir müssen endlich akzeptieren, dass die ungeheuren Lohnunterschiede zwischen den rivalisierenden Staaten in diesem Ausmaß nicht länger tragbar sind. Wir müssen begreifen, dass wir einen Ausgleich schaffen müssen, wenn wir Deutschland als Produktionsstandort erhalten wollen.
Niemand
ist so blind wie der, der nicht sehen
will!
Auch die
Medien sollten endlich die Realitäten akzeptieren und eine
tabufreie Diskussion erlauben. Die Hüter der Pressefreiheit
sollten nicht länger von den drängendsten Fragen ablenken.
Warum
also sinken bei uns seit 25 Jahren die Löhne trotz
sensationeller produktiver Fortschritte, warum die hohe
Massenarbeitslosigkeit und warum geht dem Staat das Geld
aus? Kann es
nicht sein, dass ein Hochlohnland wie Deutschland zwangsläufig
zum Verlierer einer künstlich aufgebauschten Globalisierung und
einer egalisierenden EU wird? Warum wird eine offene Debatte
über diese Schicksalsfragen nicht geführt, warum geht man
ihr immer wieder aus dem Weg?
All diese tabuisierten Fragen (und noch viele mehr) beantworten offen und ehrlich und anscheinend sehr zum Verdruss der "freien" Presse die Bücher "Anti-Globalisierung. Zurück zur Vernunft!" und "Das neue Wirtschaftswunder. Die Entmachtung des globalen Dumpingsystems" und "Das Kapital und die Globalisierung". Diese Bücher kennen kein Pardon und keine falschen Rücksichtnahmen auf Lobbyistengruppen. Schonungslos werden die gravierendsten Missstände bloßgelegt - vor allem aber werden überzeugende Problemlösungen aufgezeigt. Es gibt genug Alternativen - Deutschland muss beim weltweiten Dumpingwettbewerb nicht unbegrenzt mitmachen. Bei einer klugen Politik müsste sich unser Staat nicht einmal dem Großkapital beugen!
Viele professionelle Meinungsmacher fürchten die Bücher wie der Teufel das Weihwasser, denn der Autor verliert sich nicht (wie es meistens der Fall ist) in endlosen linken Träumereien und Phantastereien. Mit diesen Büchern droht den Profiteuren der Globalisierung (und der EU) erstmals eine echte Alternative, also eine echte Gefahr!
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Manfred
Julius Müller
analysiert seit 30 Jahren weltwirtschaftliche Zusammenhänge und
veröffentlichte unzählige Aufsätze zu den
verschiedensten Themen. Er entwickelte neue Wirtschaftstheorien, die
weltweit neue Maßstäbe setzten und in manchen Ländern
in wichtigen Bereichen bereits die Gesetzgebung beeinflussten.
Inzwischen sind auch vier Bücher erschienen: "Die Kultivierung
des Kapitals", 2001, "Anti-Globalisierung. Zurück zur
Vernunft!", 2002, "Das neue Wirtschaftswunder. Die Entmachtung des
globalen Dumpingsystems", 2005, "Das
Kapital und die Globalisierung",
2008.
Interessant sind sicher auch folgende Spezialthemen: Reichensteuer, Protektionismus, Mehrwertsteuersenkung, Exportweltmeister, Bankenkrise, Biogas, Globalisierung, Pendlerpauschale, soziale Marktwirtschaft, Pressefreiheit, Agenda 2010, Konjunkturprogramm, Demokratie, Globalisierung, Kommunismus, Umweltschutz, Liberalismus, Lkw-Maut, Entglobalisierung, Sozialreformen, Grundeinkommen, Neoliberalismus, Globalisierungskritik, Bundestagswahlen, Mehrwertsteuer, Kapitalismus, Ökosteuer, Weltwirtschaftskrise 1929, Scheindemokratie, Volkswirtschaftslehre, Bildungsoffensive, Kinderarmut, Lohnnebenkosten, Milchpreis, Mindestlohn, Sozialstaat, Marktwirtschaft, Exportweltmeister, Mehrwertsteuererhöhung, Definition Globalisierung, China, Kombilohn.
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